Netzwerktreffen für Nachhaltigkeit und Menschenrechte

Zoom

FÜR WEN?

Das digitale Netzwerktreffen für Nachhaltigkeit und Menschenrechte richtet sich an Euch als Initiative oder Einzelperson, die:

  • sich einen Überblick darüber verschaffen möchte, welche Initiativen in Tübingen zu den Themen Nachhaltigkeit und Menschenrechte arbeiten
  • erfahren möchte, was die konkreten Pläne vom Bündnis FAIRstrickt bis Ende 2022 sind
  • mit FAIRstrickt und/oder anderen Initiativen zusammenarbeiten möchte

WAS?

Konkrete Themenschwerpunkte des Netzwerktreffens sind:

  • Gegenseitiges Kennenlernen und Kennenlernen der Pläne von FAIRstrickt
  • Lieferkettengesetz
  • Empowerment und Teilhabe
  • Klimagerechtigkeit auf dem Teller
  • Fairer Handel im Sport
  • Aufbau Runder Tisch Entwicklungspolitik

Hat deine Initiative ein weiteres Thema, für das Ihr Mitstreiter*innen sucht? Dann könnt Ihr auch eine Arbeitsgruppe vorbereiten. Wendet euch gerne an fairstrickt@werkstadthaus.de

WIE?

Da ein Netzwerktreffen in Präsenz noch nicht möglich ist, wird es ein digitales Netzwerktreffen geben. So können wir uns trotz Corona ausgiebig und von Angesicht zu Angesicht austauschen und konkrete Pläne schmieden. In Zusammenarbeit mit der World Citizen School am Weltethos-Institut gestalten wir das Netzwerktreffen als einen Online-Marktplatz: Einzelne Initiativen bekommen einen virtuellen „Stand“ auf einem digitalen Whiteboard. Über Mausklick kannst du jeden Stand betreten und mit den Mitgliedern der Initiativen ins Gespräch kommen. Im zweiten Programmteil arbeitest du in einem virtuellen Raum in einer Arbeitsgruppe zu einem der konkreten Themen.

ZIEL?

Abstand nicht von Menschenrechten. Globale Gerechtigkeit schaffen. Gemeinsam. Hier vor Ort.
Aus den Arbeitsgruppen möchten wir mit konkreten Absprachen für die weitere Zusammenarbeit hervorgehen: gemeinsame Aktionen, Termine für weitere (Kleingruppen-)Treffen…

Von WEM?

FAIRstrickt ist das Bündnis für Faire Textilien, Menschenrechte und Klimagerechtigkeit in Tübingen, getragen von: Werkstadthaus / Werkstatt für Eigenarbeit e.V., Universitätsstadt Tübingen / Fairtrade-Stadt, Weltladen / Aktionszentrum Arme Welt e.V., Initiative COLIBRI / Beiträge für eine menschenwürdigere Welt e.V., telar e.V. / Wir verbinden Welten, attac und Einzelpersonen

www.fairstrickt.org
https://www.instagram.com/fairstrickt

In dieser Einladung findest du alle Infos.

Wichtig! Anmeldung bis zum 20.5.2021 an Fairstrickt@werkstadthaus.de. An diesem Tag gibt es auch einen Probelauf für alle teilnehmenden Initiativen.

Hier stellen wir Euch die Arbeitsgruppen vor

Überall auf der Welt leiden Mensch und Natur unter den gewissenlosen Geschäften deutscher
Unternehmen. Viele Unternehmen achten nicht freiwillig Menschenrechte oder vermeiden
Umweltzerstörung. Wir brauchen einen gesetzlichen Rahmen, damit in der gesamten
Wertschöpfungskette skrupellose Geschäftspraktiken gestoppt werden. Dieser gesetzliche Rahmen ist ein Lieferkettengesetz. Damit soll abgesichert werden, dass faire Löhne gezahlt werden, dass keine Kinderarbeit geleistet und die Umwelt nicht zerstört wird. ALLE Unternehmen müssen für Schäden an Menschen und Umwelt entlang ihrer Lieferkette haften. Der Entwurf, der dem Bundestag jetzt vorliegt, reicht nicht aus und muss verbessert werden!

Diese Arbeitsgruppe wird geleitet von attac: ein bundesweites – und internationales – Netzwerk, das für eine ökologische, solidarische und friedliche Weltwirtschaftsordnung eintritt. Mensch und Natur vor Profit! Schwerpunkte in Tübingen-Reutlingen sind derzeit das Lieferkettengesetz sowie der Kampf gegen die Verseuchung der Umwelt durch das Zementwerk von Dotternhausen. Attac ist in zahlreichen weiteren lokalen Bündnissen, zum Beispiel für eine menschliche Flüchtlingspolitik, aktiv.

Wie können wir uns, als Vertreter*innen nachhaltiger Projekte, die sich mit Themen wie der Eine-Welt-Arbeit beschäftigen und mit Migrations- Projekten, Vereinen oder Initiativen kooperieren, gegenseitig ergänzen und stärken, aber auch die migrantischen Gruppen dabei unterstützen, mehr Sichtbarkeit in der Gesellschaft zu erlangen?
Was ist der Unterschied zwischen Integration und Teilhabe und wie können die Empowerment-Prozesse von migrantisch-diasporischen Gruppen auch uns, also die Mitglieder dieser Gesellschaft, empowern, d.h. ermächtigen?

Präsentiert wird diese Arbeitsgruppe von Raquel Cayapa, Mitbegründerin des Telar e.V.,
Bildungsreferentin und Geschäftsführerin des nachhaltigen Unternehmens Kallari Futuro GmbH und Ivonne Cadavid, Mitbegründerin des Telar e.V. und interkulturelle Promotorin für den Regierungsbezirk Tübingen. Beide werden auf erzählerische Art und Weise mit uns teilen, wieso migrantisch-diasporische Organisationen (wie der Verein Telar e.V. – Wir verbinden Welten) wichtig für Empowerment-Prozesse und die Visualisierung in der Gesellschaft sind, aber auch inwiefern die Vereinsarbeit und die Arbeit als Bildungsreferentinnen, Geschäftsführerin und Interkulturelle Promotorin mit dem eigenen Empowerment zu tun haben.

Sport ist ein gesellschaftlicher Bereich, in dem sowohl Wirtschaft als auch Privatpersonen hohe Summen für Mode und Qualität investieren. Doch scheint die Einhaltung von Menschenrechten dabei ein unterbelichtetes Qualitätsmerkmal. In Europa spielt 2021 die Europa-Fußball-Meisterschaft – ein Marketing-Wettbewerb für Bälle und Shirts aus Ausbeutungs-Betrieben. In Tübingen laufen jedes Jahr Tausende Menschen mit Begeisterung beim Walter-Erbe-Lauf – und bekommen dafür kostenlose Laufshirts. Gesundheit, Klimagerechtigkeit und Menschenrechte gehören zusammen.

Diese Arbeitsgruppe wird geleitet von Jannika Franke, Koordinatorin für kommunale
Entwicklungspolitik der Stadt Tübingen und Hanna Smitmans, Koordinatorin von FAIRstrickt.

Was bedeutet Klimagerechtigkeit? Was bedeutet Klimagerechtigkeit für Landwirtschaft und Ernährung? Nach einem kurzen Input zum Thema Klimagerechtigkeit und sozialökologischer Fußabdruck des jetzigen Landwirtschafts- und Ernährungsmodells werfen wir einen Blick über den Tellerrand: Welche Konzepte für eine klimagerechte Ernährung gibt es bereits auf globaler und regionaler Ebene? Wie können wir hier in der Region die Vernetzung für klimagerechte Ernährungsnetzwerke stärken? Der Workshop lädt zum Austausch und zur Vernetzung ein, wie wir vor Ort ein gerechtes und zukunftsfähiges Ernährungssystem mitgestalten können!

Diese Arbeitsgruppe wird geleitet von Birgit Hoinle (Bildungsreferentin, Dozentin und Mitglied im Ernährungsrat Region Tübingen/ Rottenburg).

In Tübingen gibt es viele Initiativen, Gruppen, Institutionen und Aktivitäten für nachhaltige
Entwicklung, Menschenrechte, Gerechtigkeit, Klimaschutz und vieles mehr mit Blick auf weltweite Zusammenhänge und unsere globale Verantwortung. Es wird Zeit, dass wir uns alle mal an einen gemeinsamen Tisch setzen!
Der Runde Tisch Entwicklungspolitik soll den entwicklungspolitischen Akteuren eine dauerhafte Plattform für gegenseitiges Kennenlernen, Austausch über aktuelle entwicklungspolitische Fragen, Information über eigene Aktivitäten und Suche nach Kooperationspartnern bieten. Und er soll uns dabei helfen, entwicklungspolitischen Anliegen und globaler Gerechtigkeit mehr Gewicht in der Stadtpolitik und mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Wie genau wir das gestalten und organisieren können, wollen wir an diesem Thementisch mit Euch besprechen.

Die Arbeitsgruppe wird geleitet von Misuk Choi / Bildungsreferentin im Aktionszentrum Arme Welt und Weltladen Tübingen und Johannes Lauterbach / Eine Welt Regionalpromotor und Vorstand Colibri – Beiträge für eine menschenwürdigere Welt e.V. Tübingen.