Reis, Kakao, Kaffee, Wolle, Holz, Wasser, Kohle, Mineralien – aus diesen Rohstoffen entsteht alles, was unseren Alltag prägt: Nahrung, Schokolade, Kleidung, Baumaterial, Energie, Wärme, Handys und so vieles mehr.
Ressourcengerechtigkeit bedeutet, dass alle Menschen einen fairen Zugang zu den natürlichen, wirtschaftlichen und sozialen Ressourcen haben, die sie für ein gutes Leben benötigen – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Wohnort. Und das nicht nur innerhalb einzelner Gesellschaften, sondern weltweit und generationenübergreifend.
Doch die Realität sieht anders aus: Obwohl die wertvollsten Rohstoffe überwiegend im Globalen Süden angebaut oder abgebaut werden, haben die Menschen dort kaum Einfluss darauf, wo, wie, in welchem Umfang, zu welchem Zweck und zu welchem Preis dies geschieht. Seit der Kolonialzeit bestimmen bis heute vor allem Industrienationen über die Verteilung und Nutzung dieser Ressourcen. Besonders betroffen sind indigene Gemeinschaften. Häufig liegen die begehrten Rohstoffe auf ihrem Land – und ihr Wissen trägt entscheidend zu deren Wertschöpfung bei.
Die Ausbeutung dieser Ressourcen zerstört nicht nur lokale Ökosysteme und gefährdet Lebensweisen, wirtschaftliche Unabhängigkeit und das Überleben indigener Gemeinschaften. Der rücksichtlose Umgang mit Naturgütern treibt auch die weltweite Klimakrise voran.
Wir wollen die Verbindungen zwischen „dort“ und „hier“ sichtbar machen – denn es gibt viele. Aktivist:innen und Unternehmer:innen aus Tübingen, Ecuador, Indien, Brasilien und anderen Regionen sprechen mit uns über ihre Vision einer gerechten Welt. In unserem Podcast treffen wir Menschen, die nicht warten, bis Gesetze sich ändern, sondern durch ihr tägliches Handeln der Zerstörung und den scheinbar übermächtigen Machtverhältnissen etwas entgegensetzen. Sie zeigen ganz praktisch, wie nachhaltiges und solidarisches Wirtschaften im Alltag aussehen kann.
Dabei wird deutlich: Es sind nicht nur der Abbau und der Handel von Rohstoffen, die uns global miteinander verbinden. Die vielleicht wertvollsten Ressourcen im Einsatz für eine gerechte Welt sind soziale Ressourcen – unsere Netzwerke, unser gemeinschaftliches Denken und Handeln, die Weitergabe von (oft jahrhundertealtem) Wissen, unsere Kreativität und unsere Beharrlichkeit.
Unsere Gäste machen Mut, weil sie zeigen, dass Veränderung möglich ist – und dass jede*r wirksam werden kann.
FAIRteilen. Macht. Mehr.
Wenn ihr wissen wollt, wie – schaltet ein!
Erste Sendung: 19. Dezember 2025
Thema: „Schokolade aus Ecuador – Warum es wichtig ist, Wertschöpfungsketten zu verkürzen.“
Danach: alle vier Wochen freitags um 17 Uhr beim Tübinger Freien Radio Wüste Welle auf 96,6 FM, anschließend als Podcast auf
➡️ FAIRstrickt
➡️ Freies Radio Wüste Welle
sowie auf allen gängigen Podcastportalen.
